Was coachst du eigentlich?

Sag mal, was coachst du eigentlich?

Diese ganz normale Frage stellte mir letzte Woche einer meiner Leser und brachte mich damit ganz schön in Erklärungsnöte. Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich mich damit noch nie auseinandergesetzt hatte und die Antwort auch überhaupt nicht klar hatte.

Boufff! Das hat ganz schön gesessen, kann ich dir sagen, denn eine von mir oft gemachte Aussage betrifft das bewusst werden und klar sein. Das Spiegelgesetz in Reinkultur! 😉

Jetzt fang ich aber mal am Anfang an. Ich kam eher zufällig dazu, Menschen zu beraten, bzw. ich machte es seit Jahren, ohne dem einen Namen zu geben oder mich als Coach zu fühlen.

Ich arbeite als Osteopathin und daher gebe ich meinen Kunden ständig Tipps und Ratschläge über Ernährung und Bewegung und Atmung und Meditation, etc. pp…….und da ich ganzheitlich arbeite kommen meist auch Ratschläge dazu, die auf die mentale, emotionale und/oder spirituelle Ebene abzielen. Irgendwann begann es dann, dass Menschen für die Beratung kamen ohne die Behandlung. Und eines Tages sagte ein Kunde sowas wie:

„Mittlerweile ist ein richtiger Coach aus dir geworden!“

Das ist schon ein paar Jahre her und inzwischen fühle ich mich mit der Mischung aus Therapeutin und Beraterin sehr wohl. Doch nun kommt die Aufforderung, mehr in die Klarheit zu gehen und mich einmal selbst zu definieren.

Ich habe die gestellte Frage ein bisschen umformuliert: Wie coache ich eigentlich? Denn das Was ist immer das Thema, das du gerade mitbringst:

  • genaues Wahrnehmen deiner Situation: was sagst du mir? was verschweigst du, bewusst oder unbewusst? willst du wirklich etwas verändern?
  • was ist dein Problem? Erstaunlich, aber wahr: wenn wir in einer schwierigen Situation gefangen sind, dann sehen wir oft den Wald vor lauter Bäumen nicht.
  • liegt eine Lösung in deinem eigenen Einflussbereich? Einen anderen Menschen kannst du nicht ändern, eine Situation schon.
  • welche Lösungsmöglichkeiten siehst du? Meist gibt es verschiedene Ansätze, auf die du im entsprechend geführten Gespräch selbst kommt. Es nutzt dir ja nichts, wenn ich dir meine fertigen Lösungen überstülpe.
  • was steht der Lösung eventuell im Weg? Das können ganz handfeste Dinge sein wie z.B. fehlende Mittel oder auch mentale Blockaden, bremsende Glaubenssätze oder emotionale Traumata und vieles mehr.

Bis hierher ist das meiste des Coachings getan. Bei mir geht es also hauptsächlich um das Wahrnehmen, dessen was ist. Bist du dir über die oben genannten Punkte klar geworden, dann brauchst du bloss noch das entsprechene Werkzeug, um die Lösungen umzusetzen. (dazu mal mehr an einer anderen Stelle)

Zusammenfassend coache ich also:

  • individuell und persönlich
  • respektvoll und offen
  • handlungs- und lösungsorientiert
  • einfach und umsetzbar

Ich habe keine „richtige“ spezielle Ausbildung als Coach, sondern ich habe meine eigene Lebens- und Berufserfahrung, ich-weiss-nicht-wieviele Kurse über Persönlichkeitsentwicklung, Selbsterkennen, Glaubenssätze verändern, Meditation, usw.,sowie ungezählte Bücher, Hörbücher, CD’s, Webinare, usw. Ich bin so eine Art „empirischer Coach“ wenn ich denn schon ein Etikett finden muss…..hm….. 😉

Danke, Felix, für den Anstupser hin ich Richtung Klarheit! Ich bin jetzt schon sehr gespannt, welche Veränderungen sich für mich durch diese Bewusstwerdung ergeben.

Wie steht es bei dir mit Bewusstheit und Klarheit? Bitte lass mir deinen Kommentar hier, denn davon profitieren wir dann alle!

Hab eine gute Zeit und geniesse den Tag!

Deine Nicole

 

 

 

 

Gewohnheiten – Teil 2 oder Mein 10 Punkte Plan für bessere Gewohnheiten

Auf den letzten Artikel war die Resonanz recht gespalten, daher zum besseren Verständnis heute nochmal dasselbe Thema – ausnahmsweise.

Viele Menschen konnten sich offensichtlich mit dem Thema gut identifizieren und witzigerweise kam das Thema Gewohnheiten und Veränderung diese Woche auch bei einigen Blogger-Kollegen auf’s Tapet – Synchronisation at it’s best! 😀

Die meisten mails lauteten ungefähr so:…..“man fällt immer wieder zurück in die alten Gewohnheiten, auch wenn man das eigentlich nicht will…..es ist schwer/ unglaublich schwer/ praktisch unmöglich, seine Gewohnheiten zu verändern…..

Da scheint ein kleines Teufelchen im Kopf zu sein, das uns ständig irgendetwas einflüstert und so unsere Motivation untergräbt.

Teufelchen

Ich will nun einmal versuchen, das ein bisschen aufzudröseln:

Vom ersten Tag unserer Existenz an (also bereits im Mutterleib) lernen wir. Dies ist notwendig, um überleben zu können. Als Baby lernen wir „indirekt“ über die Reaktionen unserer Mitmenschen. Ein Beispiel: Baby schreit – Mutter (oder Vater)kommt und nimmt es hoch. Baby wiederholt das (unbewusst) ein paar Mal und bekommt dieselbe Reaktion. Sein Gehirn speichert es ab und ein bestimmtes Verhalten wurde geprägt: Wenn ich will, dass Mutter mich hochnimmt dann schreie ich (bewusst). Durch ständiges Wiederholen dieses Verhaltens prägt sich ein Muster, das nun – da gelernt und verinnerlicht- wieder ins Unbewusste absinkt. Später wird dieses grundlegende Muster ausgeweitet und auf viele weitere Bereiche angewandt. Das heisst:

  • ein Mensch, der als Baby immer und sofort hochgenommen wurde wird höchstwahrscheinlich als Erwachsener in einer unangenehmen Situation, eher Hilfe im Aussen suchen.
  • ein Mensch, der als Baby gelernt hat, sich auch mal selber zu trösten wird als Erwachsener wahrscheinlich eher versuchen, Trost in seinem Inneren zu finden.
  • und ein Mensch, der als Baby kaum je Aufmerksamkeit bekommen hat, wird diese Prägung ebenfalls als Erwachsener leben und sich als ignoriertes Opfer (keinen interessiert es, wie es mir geht) wahrnehmen.

Wir alle haben diese Prägungen, und meist ist unser Verhalten eine Mischung aus vielen verschiedenen, oft sogar gegensätzlichen Prägungen. Der Mensch ist halt ein komplexes Wesen! 😀

So, der Lernprozess setzt sich natürlich auch das restliche Leben über fort. Am Wichtigsten, so sind sich die Wissenschaftler einig, sind allerdigs die ersten 6 Lebensjahre, hier finden die allermeisten Prägungen statt. Es enstehen Glaubenssätze und Paradigmen, über die wir uns meist keinerlei Gedanken machen – sie sind scheinbar Teil unserer Persönlichkeit geworden, wir sind uns dessen nicht bewusst.

Und genau hier – unbewusst – kommt der springende Punkt: wir werden nämlich zu rund 98% von unserem Unterbewusstsein gesteuert!

Das muss man erst mal sacken lassen, oder?!

Der Mensch wird zu rund 98% in seinem Denken und Verhalten vom Unterbewusstsein gesteuert!

Jetzt kommt der interessante Teil: wie gehst du nun mit dieser Information um? Fühlst du dich a) als Opfer deines Unterbewusstseins und sagst, ja da kann ich ja dann sowieso nichts machen? Oder möchtest du b) beeinflussen, wie dein Unterbewusstsein dich lenkt?

Hast du dich aufgrund deiner frühkindlichen Prägungen für a) entschieden, so ist das völlig in Ordnung. Du kannst hier aufhören zu lesen und deine Zeit mit etwas Sinnvollerem (?) verbringen. Hast du dich für b) entschieden (Glückwunsch!), dann lies bitte weiter!

Die Lösung:

Du kontrollierst deine Gedanken und damit deine Gewohnheiten und damit dein Leben.

Aha…….ich sehe dein ungläubiges Gesicht! Doch, es geht tatsächlich, dass du andere Gedanken denken kannst. Du musst es bloss lernen. Mit Geduld und Spucke, so wie du beispielsweise Laufen gelernt hast. Hat auch mehr als einen Tag gedauert, oder?

Ganz am Anfang steht das Bewusstsein, dass du bisher (meistens) deinen unbewussten Gedanken ausgeliefert wartst. Du wurdest quasi gedacht. Ein unendlicher Strom von ständig vor sich hin blubbernden Gedanken und dein ganz perönlicher Film in Dauerschleife laufen in deinem Geist ab. Schau dir das einmal an! Was denkt „es“ in dir? Sind das positive, motivierende Gedanken, die dich voranbringen, dein Selbstbewusstsein stärken? Oder machst du dich selber fertig und ziehst dich runter?

Schau einfach hin, bewerte es und dich nicht! Du bist nicht schuld daran, was du denkst! Es denkt dich automatisch, die Gedankenmuster wiederholend, die du unbewusst von deinen Eltern und anderen übernommen hast, die diese ebenfalls von ihren Eltern übernommen haben, usw. usw…..

Du warst ein kleines Kind und konntest gar nicht anders als zu übernehmen, was deine Umwelt dir vorlebte. Du hatttest keine Wahl. Du bist unschuldig.

Aber heute hast du eine Wahl!!

Ich rate nun mal, dass der Grossteil deiner Gedanken dich nicht voranbringen. Das ist doof, denn da sitzt nun dieses Teufelchen und redet dir dauernd ein, was du alles nicht kannst und das du doch eigentlich eine komplette Null bist und dass alle anderen sowieso viel besser sind…….und weil du es nicht besser weisst, glaubst du all diesen Schwachsinn. Du glaubst ihn und identifizierst dich damit. Damit schwingst du dich auf diese Frequenz ein und ziehst Ereignisse der gleichen Frequenz an – will sagen, du ziehst damit im Aussen die Ereignisse an, die deine innere Überzeugung widerspiegeln. So wird deine Überzeugung bestätigt, du fühlst dich bestätigt und im Recht. Damit hast du deine bereits breit ausgebaute Datenautobahn noch ein bisschen breiter gemacht, und mit jeder weiteren Bestätigung betonierst du diese Frequnz, diese Überzeugung noch ein wenig mehr in deine Persönlichkeit.

Aber jetzt weisst du ja, wie das Spiel geht! Du bist dir dessen bewusst und kannst, vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben wählen!

Wähle doch einfach einmal, etwas zu denken, das dich unterstützt! Wie wäre es mit „ich kann das richtig gut!“ ?

Am Anfang wird es dir vielleicht schwer fallen, du glaubst den freundlichen Gedanken nicht, einfach weil du sowas noch nie gedacht hast. Und überhaupt, wie fühlt sich das denn an? Als ob du dich selber anlügen würdest? Und wie sieht das denn aus? Eingebildet…Eigenlob stinkt…..was kommt bei dir?? Alles miteinander olle Kamellen, olle vergammelte nichtsnutzige Gedanken, die du jetzt einfach mal auf den Müll kippen kannst!

Du denkst deinen freundlichen Gedanken und nimmst einfach mal wahr, wieviel Widerstand bei dir hochkommt. Verurteile dich nicht dafür, schau einfach, nimm wahr, werde dir bewusst – all diese Gedanken sind ein Teil von dir. Lass sie kommen und gehen, halte sie nicht fest. Bleibe bei deinem freundlichen Gedanken. Nach einer Weile wirst du merken, dass der Sturm etwas nachlässt, der Widerstand kleiner wird, die Emotionen weniger hochkochen. Es ensteht eine gewisse Akzeptanz. Und dann, ganz plötzlich ist dein freundlicher Gedanke für einen kleinen Moment die Wahrheit! Wow, jaaa!!!!…..und schon ist das super Gefühl wieder weg…..lass dich nicht entmutigen! Ein Kleinkind lernt nicht an einem Tag zu rennen!! Du hast heute mit deiner Machete des freundlichen Gedankens eine erste kitzekleine Schneise geschlagen. Es erfordert schon noch Einsatz von dir, Mut, Ausdauer und Disziplin bis die neue freundliche Datenautobahn gebaut und die alte abgebaut ist. Es gibt viel zu tun! Fang heute an!!

Nochmal ganz kurz zusammengefasst:

  1. Bewusst werden – erkennen, was ist
  2. Akzeptieren – annehmen, was ist
  3. Wertschätzen – was immer bisher war, es hat dich hierhin gebracht, an diesen Punkt deiner Entwicklung (mehr darüber demnächst in einem extra Artikel)
  4. Verändere deinen Fokus – was würde mir gut tun?
  5. Üben – neue Gedanken denken
  6. Üben – neue Gedanken denken. Lobe dich dafür!
  7. Üben – neue Gedanken denken. Freue dich!
  8. Bewusst werden – erkenne, was sich verändert hat.
  9. Üben – (neue) Gedanken denken. Party machen!
  10. Üben – bewusst denken. Geschafft!!!! Gratuliere!!!

Und wieder von vorne!

Übrigens kannst du diese „Anleitung“ natürlich ausbauen! Wenn du beispielsweise gesünder essen willst oder mehr Sport machen oder……Alles beginnt mit den Gedanken.

Ich möchte dich sehr herzlich einladen, es einfach einmal auszuprobieren. Bevor du all das, was du gerade gelesen hast als völligen Blödsinn abtust – gib dir selber die Chance und teste es einfach mal. Was hast du schon zu verlieren? Stutze deinem Teufelchen ein bisschen die Hörner und bitte!, erzähle mir davon!!

Geniesse den Tag!

Deine Nicole

P.S. Ich habe bewusst kindliche Traumata aus diesem Artikel herausgehalten, denn hier ist meistens professionelle Unterstützung notwenig, um wirklich weiter zu kommen. Sollte dies dein Fall sein, so sende mit bitte eine private Nachricht.

 

 

 

 

 

Gewohnheit – eine eitle Göttin

Die Gewohnheit ist eine gefährlich, eitle Göttin. Sie lässt nichts zu, was ihre Regentschaft unterbricht. Sie tötet eine Sehnsucht nach der anderen. Die Sehnsucht nach Reisen, nach einer anderen Arbeit, nach einer neuen Liebe. Sie verhindert zu leben, wie man will. Weil wir aus Gewohnheit nicht mehr nachdenken, ob wir noch wollen, was wir tun.

Dieses Zitat stammt aus dem wundervollen Buch „Das Lavendelzimmer“ geschrieben von Nina George.

Trifft es nicht den Nagel auf den Kopf?

Unsere Gewohnheiten bestimmen unser Leben und wir empfinden uns oft als fremdbestimmt. Allerdings sind unsere Gewohnheiten ja ein Teil von uns. Etwas, das wir uns ausgesucht, erlernt und regelrecht antrainiert haben. Dann allerdings haben wir dies vergessen und wir haben, aus Gewohnheit, die Verantwortung nach aussen abgegeben. So fühlen wir uns fremdbestimmt und erkennen nicht, dass der Weg, unser Leben zu ändern in unserer Reichweite liegt, ja mitten in uns.

Wir haben die Freiheit uns jetzt und hier neu zu entscheiden.

* Ich bestimme mein Leben selbst.

* Ich fälle meine eigenen Entscheidungen.

* Ich erkenne an, dass ich selbst für mich und mein Leben und meine Entscheidungen verantwortlich bin.

Jaaaa, sagst du jetzt. Das liest sich ja ganz schön, aber so einfach ist das schliesslich nicht. Und du beginnst mit einer ganzen Liste, warum du dies und jenes machen musst und das andere nicht machen kannst. Und schwupps, aus Gewohnheit hast du deine Eigenverantwortung nach aussen verlagert und den Umständen, deinem Chef, deinem Partner, den Kindern, den Politikern, dem Wetter ….. die Verantwortung aufgedrückt.

Du hast es vielleicht gar nicht gemerkt, denn du machst das schon immer so. Deine Eltern haben es auch schon immer so gemacht. Und sowieso machen es doch alle so….. und zumindest die Politiker und die Banker sind auf jeden Fall schuldig. 😉 Ist das so?

Lass uns mal ein Beispiel anschauen: Mein Job ist ganz furchtbar und ich würde so gerne kündigen, aber das geht nicht, denn ich hab eine Familie und muss Geld verdienen. Gutes Beispiel? 😉

Warum ist dein Job so furchtbar? Ist er wirklich so schlimm? Gibt es keinen Menschen auf der Welt, der deinen Job gerne machen möchte? Entsteht diese negative Bewertung eventuell in deinem Kopf und macht dir so das Leben sauer? Welche Gedanken denkst du immer und immer wieder über deinen Job? Was wäre, wenn du – bloss so zum Spass, einmal ganz andere Gedanken denken würdest?

Am Anfang würde es dir komisch vorkommen, du würdest sagen, aber das stimmt ja gar nicht, ich lüge mich ja selber an. (Kleine Anmerkung: auch der Gedanke „mein Job ist so furchtbar“ ist nur eine subjektive und einseitige Bewertung und als solche ganz sicher nicht 100% richtig!)

Nach einer Weile, sagen wir nach ein paar Tagen oder Wochen kämst du in eine Art Pattsituation. Deine Neuronen (Nervenzellen) im Gehirn feuern nun anders, bauen neue Verbindungen auf, legen sozusagen einen neuen Pfad an. Auf der alten Datenautobahn (der alteingesessene Gedanke) ist nur noch wenig los, hier wird zurückgebaut. Diesen Vorgang nennt man LERNEN. Du lernst also, positive Gedanken über deinen Job zu denken.

Wieder nach einer Weile kippt plötzlich das Verhältnis: der neue Pfad der positiven Gedanken ist durch ständigen Verkehr zur grossen Strasse geworden während der Pfad der negativen Gedanken nur noch ganz schmal ist.

Du hast eine neue Gewohnheit erlernt: du denkst positiv über deinen Job. Und nun rate mal, was passiert? Du gehst plötzlich gutgelaunt zur Arbeit. Deine Kollegen sind plötzlich viel netter zu dir, denn du bist nicht mehr so miesepetrig drauf. Die Atmosphäre in deiner Abteilung ist jetzt viel besser und das merkt sogar der Chef. Ausserdem flutscht die Arbeit nur so, denn alles, was man mit Freude tut hat ein deutlich besseres Ergebnis. Wer weiss, vielleicht wirst du ja sogar befördert oder bekommst eine Gehaltserhöhung. Und auch wenn nicht hast du dein Leben doch ernorm positiv beeinflusst. Und das nur weil du angefangen hast, eine kleine Gewohnheit zu verändern.

Dann könntest du dir noch überlegen, was dein Job dir gibt? Du hast dich ja einmal entschieden, diesen Job anzunehmen und diese Arbeit zu tun, also hattest du sicher auch einen Grund dafür. Zum Beispiel, deine Familie zu ernähren. Das ist doch ein sehr guter Grund und du könntest dich entscheiden, Dankbarkeit gegenüber deinem Job zu empfinden, dass er dir die Möglichkeit gibt, deine Familie zu ernähren.

Wenn du so dein Verhältnis zu deinem Job geklärt hast, dann und erst dann (!) kannst du, falls es überhaupt noch nötig ist schauen, ob es vielleicht etwas gibt, was du lieber machen würdest. Denn auch wenn dein Job nicht wirklich furchtbar ist und du auch echt dankbar bist, dass du ihn hast, so gibt es vielleicht etwas, das du noch viel lieber und daher wohl auch besser machen würdest. Du hast jetzt, durch dein Verwandeln der negativen Gedanken und Gefühle, Platz geschaffen für einen neuen Job.

Und das alles nur weil du angefangen hast, anders zu denken.

Easy, oder? Nicht easy? Wo steckst du fest? Was sind deine Erfahrungen? Schreib einen Kommentar dazu! Ich freu mich, von dir zu lesen…..

Geniesse den Tag!

Deine Nicole

 

 

 

 

Achtsamkeit – wie geht denn das?

Man hört und liest ja mittlerweile überall davon – Achtsamkeit. Aber was ist damit eigentlich gemeint und wie geht das? Worauf soll ich denn achten und hab ich überhaupt Zeit für sowas??

Hier also mein Senf zum Thema:

Für mich bedeutet Achtsamkeit, ganz bewusst von Autopilot auf Bewusstheit umzuschalten.

Grosses Fragezeichen bei dir?

Wir verbringen den grössten Teil unseres Tages mit Routineaufgaben, die nicht unbedingt unsere volle Aufmerksamkeit erfordern. Also schaltet das Gehirn selbstständig auf den Energiesparmodus – den Autopiloten. Kleines Beispiel:

Du fährst mit deinem Auto zur Arbeit. Du gibst Gas, bremst, kontrollierst im Rückspiegel, was hinter dir passiert, achtest auf Radler und Fussgänger, stoppst an der Ampel und grüsst im Vorbeifahren Frau Maier, die wie immer gerade aus dem Bäcker kommt. Nebenher hörst du noch die Musik im Radio und überlegst, was du im Büro heute alles zu tun hast. Alle diese Dinge tust du völlig automatisch, du musst dich nicht besonders anstrengen. (Kannst du dich noch an deine ersten Fahrstunden erinnern? Nach nur 10 Minuten warst du wie aus dem Wasser gezogen und fix und fertig…..) Das ist der Autopilot.

Plötzlich rollt ein  roter Ball auf die Strasse und ein kleines Kind rennt aufgeregt und völlig auf den Ball fixiert hinterher. Reflexartig legst du eine Vollbremsung hin.

Weg ist die Musik im Radio und die Gedanken ans Büro! Jetzt bist du im berühmten Hier und Jetzt angekommen. Du bist wach und präsent (und wahrscheinlich pumpt eine gefühlte Tonne Adrenalin durch deine Adern! 😉 ) du fühlst deinen Körper und auch die Emotionen, die dich durchströmen.

Natürlich sollst du jetzt nicht ständig solche Situationen heraufbeschwören um in die Präsenz zu kommen! Du kannst anfangen, Gegenwätigkeit und Achtsamkeit zu trainieren. Mit all den kleinen alltäglichen Dingen, die du sowieso tust. Fange an, darauf zu achten, was du tust.

Hier findest du eine kleine Liste mit alltagstauglichen Verbesserung hin zu mehr Achtsamkeit und damit hin zu einem erfüllteren, gesünderem und glücklicherem Leben.

Wie achtsam bist du in deinem Alltag? Mit anderen Menschen? Mit dir selbst? Schreib mir einen Kommentar darüber – ich freu mich darauf!

Geniesse, ganz achtsam deinen Tag!

Deine Nicole