Ein Ork, Offroad fahren und Bullen füttern

Überall in Neuseeland trifft man auf Hobbit, Herr der Ringe und Narnia, denn hier wurden eben grosse Teile dieser Filme gedreht und so kommt wohl niemand durch das Land ohne wenigsten einmal an einem Drehort gewesen zu sein. In Wellington kann man sich als Cineast einen besonderen Leckerbissen gönnen: einen Besuch im Weta-Workshop! (Wenn du jetzt verzweifelt versuchst mit diesem Namen etwas anzufangen – keine Sorge! Ich hatte davon vorher auch noch nie was gehört. Offensichtlich sind wir beide keine echten Cineasten!) 😉

Also im Weta Workshop werden die Kostüme und Accesoires, Waffen, Fahrzeuge, Monster, Orks etc. hergestellt und zwar für eben diese Filme, aber auch die Power Rangers und Avatar und noch viele andere. Wir bekommen genau erklärt, welche verschiedenen Arten der Herstellung es gibt, was im Computer gemacht wird und wie sie 3D Drucker einsetzen. Ich hab zum ersten Mal in meinem Leben ein Maschinengewehr in der Hand und wenn es nicht federleicht wäre, dann könnte man schwören es sei echt!

Dann gibt es da einen echten Waffenschmied, der die Schwerter, Lanzen und so weiter herstellt, manche ganz leicht und stumpf aber manche auch scharf. Natürlich stehen auch einige Originale herum, Ritter und einzelne Waffen und ein gepanzertes Fahrzeug aus noch irgendeinem anderen Film.

 

 

 

 

 

Fotos dürfen nur im Shop gemacht werden und ich finde, so eine Auge in Auge Begegnung mit einem Ork, das hat irgendwie was (was bin ich froh, dass das Ding nicht lebt und schreit und stinkt!!!). Mein persönliches Highlight ist aber die Perrückenmacherin! Eine junge Deutsche erfüllt sich hier ihren Traum und behaart die Köpfe der diversen Protagonisten. Der absolute Hammer an der Sache ist, das jedes einzelne Haar (!!!!) mit einer Spezialnadel in den vorbereiteten Gummikopf gestochen wird. Nichts wird geklebt oder büschelweise eingesetzt, sondern Haar für Haar wird einzeln quasi eingepflanzt. Das Ergebnis sieht einfach täuschend echt aus. Sie sitzt da und arbeitet ganz ruhig vor sich hin, strahlt und ist happy. Für mich wäre diese Arbeit eine reine Folter. Tja, des einen Hölle ist des anderen Himmelreich. Hammer!!

Nachdem ich nun also zwei Tage im regnerischen Wellington mehr oder weniger vertrödelt habe steige ich heute in den Bus nach Hastings in der Hawke’s Bay. Dort wird nämlich für die kommenden rund zwei Wochen mein Zuhause sein.

Am Busbahnhof in Hastings werde ich abgeholt und gleich mal mit einer Umarmung begrüsst. Da es in Strömen regnet steigen wir so schnell es geht ins Auto und da liegt auf dem Rücksitz ein dreibeiniger kleiner Windhund und zittert sich einen ab. Ich bin der Kleinen wohl nicht so ganz geheuer….

Wir machen noch ein paar Besorgungen, trinken einen Begrüssungskaffee in der Stadt und dann geht es hinaus zur Farm. Rund eine halbe Stunde fahren wir durch eine sanfte Hügellandschaft, die mit ziemlich vertrocknetem Gras bewachsen ist. Hier und da ist eine Farm hingetupft, meist von hohen Bäumen gesäumt. Kleine Rinderherden stehen weit verteilt, auch ein paar Schafe. Eine ruhige, sanfte Landschaft – genau das, was ich jetzt brauche! 😀

Wir biegen von der schmalen Landtrasse in die Farm ein, fahren noch ein paar hundert Meter unter riesengrossen Kastanienbäumen her, dann öffnet sich der Blick und ich sehe links mehrere ziemlich
grosse Bullen auf der Weide stehen, rechts grasen ein paar Pferde und da, nach einer leichten Kurve kommt das Farmhaus in Sicht.
Malerisch steht es da auf einem flachen Hügel, aus Holz gebaut und hell gestrichen, eine Veranda rund herum mit Sitzmöbeln ausgestattet, ein Stück grüner Rasen, Blumen und kleine Bäume. Es sieht aus wie auf einer Postkarte. Ein zweiter Windhund (mit vier Beinen diesmal) steht neben einem Mann, der uns offensichtlich erwartet. Das muss wohl der Boss sein.

Auch er begrüsst mich sehr freundlich, dann bekomme ich mein Zimmer gezeigt und es gibt – es lebe die feine englische Art! – eine schöne, heisse Tasse Tee. Das Haus ist altenglisch eingerichtet mit dunklen, wuchtigen Möbeln, viel Holz, grossem Kamin im Wohnzimmer und so. Mein Zimmer ist sehr gemütlich und hat sogar ein Sofa, wo sich sicher mal kuschelig ein Buch lesen lässt. Natürlich spielt sich der Grossteil des Tages in der grossen Wohnküche ab. Die hat sicher schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel, passt aber so schön in dieses tolle Haus – alles ist hier irgendwie stilecht altmodisch. Und ich fühl mich pudelwohl.

Der Farmer nimmt mich dann gleich mal mit auf die abendliche Fütterrunde, stellt mir den Rest der Viecherei hier vor und beginnt, mir die kommenden Aufgaben zu erklären. Es gibt vier Arbeitshunde – Betty, Match, Fame und Tui – die dabei helfen die Schafe und Rinder zusammen zu treiben und zu bewegen. Sie haben jeder einen eigenen Zwinger mit Hütte im Hof, dürfen aber viele Male am Tag raus und sich austoben auch wenn sie nicht arbeiten. Wir nehmen die vier mit und fahren mit dem „Kubota“ hinaus auf die Weiden. Übrigens – ich fahre! Offroad!! 😀 Es macht Spass, aber ich bin ganz schön unsicher und heilfroh als der Farmer übernimmt als das Gelände steiler wird.
Wir fahren bis zum höchsten Punkt der Farm und hier oben stehen wir nun wie Scarlett und Gerald O’Hara und schauen über das Land, das sich in goldenen Hügeln bis an den Horizont erstreckt. Ein absolut grandioser Ausblick!! (Bitte hier klicken)

Der Farmer beeindruckt mich mit seiner offen gezeigten Liebe zu seinem Land, seiner ruhigen und eloqunten Art, zu erklären und seinem Wissen über Zucht und Genetik. (Eines der Bücher, die ihn nachhaltig in seiner Zucht beeinflusst haben ist Bruce Lipton’s „Intelligente Zellen“, eines meiner Lieblingsbücher! Da können also zwei Menschen dasselbe Buch lesen, es aber völlig unterschiedlich interpretieren und anwenden! Sehr interessant!!)

Ich bekomme erklärt woran der erfahrene Farmer erkennt, wie die Persönlichkeit eines Rindes ist, ob es eventuell anfällig für Hufkrankheiten ist und vieles mehr. Hier werden Black Angus Rinder gezüchtet. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Züchtung von Jungbullen, aber natürlich ist die Fleischproduktion ein zweites wichtiges Standbein. Das Fleisch wird hauptsächlich in gehobenen Fleischereien und Delikatessgeschäften verkauft und zwar bis in die USA. Die Farm hat so rund 650 Stück Rindvieh und rund 120 Schafe. Die Tiere leben alle ganzjährig draussen und fressen Gras, es stehen rund 30-40 Rinder auf mehreren Hektar Weideland, daher sieht man auch immer nur vereinzelt hingekleckste Rinder überall und keine grossen Herden.

Nur die Kälbchen und die arbeitenden Bullen bekommen extra Futter, was in Zukunft zu meinen Aufgaben gehören wird. Ganz ehrlich?! Also diese noch nicht mal ganz ausgewachsenen Jungbullen jagen mit einen Heidenrespekt ein! (Vielleicht bin ich da doch irgendwie „spanisch“ vorbeslastet?? Corridas und so….) Die bringen schon ein paar hundert Kilo auf die Waage und wenn du mit dem Futter ankommst dann kommen die angerannt. Und zwar richtig schnell. Der Farmer sieht’s natürlich cool und so versuch ich halt, mich auch nicht ins Bockshorn jagen zu lassen.

Die Hunde haben einen Riesenspass an unserem kleinen Ausflug und scheuchen, nur so zur Gaudi die Kühe von links nach rechts und von rechts nach links. Als der Farmer pfeift stehen sie sofort da, mit hechelnder Zunge und höchst zufriedenem Gesichtsausdruck. (Ob die wohl auch kommen wenn ich pfeife???)

Die Hühner, Enten und sonstiges Geflügel werden heute zwar noch von der Farmerin gefüttert, aber ab morgen ist auch das meine Aufgabe. Mir schwirrt doch ein bisschen der Kopf von den ganzen verschiedenen Futtersorten und hier ein Eimerchen voll und da zweieinhalb, die einen nur morgens, die anderen nur abends….. aber ich hab noch zwei Tage bis die beiden mir die Farm für eine Woche überlassen. Krieg ich hin! 😀

Als wir von unserer Runde zurück kommen ist schon das Abendessen fertig und so setzen wir uns denn gemütlich an den Tisch, essen und lernen uns gegenseitig ein bisschen kennen.

Die kommenden zwei Tage sind ausgefüllt mit Erklärungen, Füttern, Hunde streicheln, Eier einsammeln, Blumen giessen und was sonst noch so anfällt auf dem Hof und im Garten. Die Farmerin fährt ausserdem mit mir in die Stadt in einen Bioladen, drückt mir einen Korb in die Hand und sagt, ich solle mir aussuchen, was ich in den nächsten Tagen zu essen haben wolle. Das ist ja mal ein Ding! Meinen Protest, dass sie nicht mein Essen kaufen müssten wischt sie einfach beiseite und sagt, doch das müsse sie schon und das wäre gut und richtig so. Also kaufe ich ein…..
Als wir vom Einkauf zurück kommen ist ihr Mann nirgends zu finden, was an und für sich bei der Grösse der Farm auch kein Wunder ist. Als er dann aber zum Mittagessen nicht erscheint und auch nicht ans Telefon geht, fangen wir an uns zu fragen, wo er denn wohl abgeblieben sein könnte. Die Antwort kommt in Form eines nachbarschaftlichen Anrufes: auf einer Nachbarfarm ist ein Grasfeuer ausgebrochen und alle Farmer sind dort und helfen der Feuerwehr bei den Löscharbeiten. Stimmt, wie haben eine Feuerwehrauto gesehen auf der Heimfahrt.

Wir fangen an Wasserflaschen zu füllen und Erdnussbutterbrote zu schmieren, damit die Männer draussen Verpflegung haben. Die Farmerin weiss genau, was zu tun ist und ist zumindest äusserlich total ruhig, ganz offensichtlich nicht ihr erstes Feuer. Wir fahren gerade aus der Farm hinaus als uns der Farmer schon entgegen kommt. Voll gepunmpt mit Adrenalin erzählt uns der sonst eher ruhige, zurückhaltende Mann mit grossen Gesten und blitzenden Augen von dem Feuer und der Arbeit, die sie jetzt alle verrichtet haben. Solange der Wind nicht dreht, sei wohl alles soweit unter Kontrolle. Da setzen wir uns also hin und essen die Erdnussbutterbrote selber und lauschen seinen Erzählungen. Anschliessend duscht er noch kurz, packt die Reisetasche ins Auto und schwupps, weg sind sie.

Nun habe ich plötzlich eine xx Hektar grosse Farm mit jeder Menge Vieh unter meiner Verantwortung. Aber sie haben mir alles gut gezeigt und es gibt noch einen Farmarbeiter, der sich um das ganze Weidevieh kümmert und auch in der Nähe wohnt – im Notfall. Sie fahren ganz beruhigt für ein paar Tage weg und freuen sich, dass ich da bin und mich kümmere. Schön!

So habe ich jetzt also wieder einen Rhythmus und eine Aufgabe. Das fühlt sich gut an. Schon jetzt komme ich an den Punkt, wo ich ganz klar erfahre, dass ich eine Aufgabe brauche und ein Ziel vor Augen – nur so in den Tag hineinleben, das ist nichts für mich. Obwohl die Freiheit, sich seine Aufgaben zeitlich nach Wunsch einrichten zu können schon eine feine Sache ist. Und immer wieder eine neue aufregende Aufgabe zu haben, das finde ich echt spannend. Und zwischendurch immer wieder einmal für ein paar Tage oder Wochen eine Art „Zuhause“ zu haben, das ist sehr schön, und auch wichtig, um all die vielen Eindrücke sacken zu lassen. Es ist eine Art natürlicher Rhythmus, der mir guttut: Herumziehen – Dasein, viel erleben – Ruhepause, das ist wie ein- und ausatmen. Die beiden Haushunde – Poppy und Sybill – leisten mir Gesellschaft (oder ich ihnen?) und so sind wir alle miteinander zufrieden.

Ich geniesse es, auf der Farm zu sein und hier herumzuspazieren. Meistens nehme ich die Arbeitshunde mit, die selbstverständlich keinen Strich auf mich hören, sondern fröhlich durch die Gegend tollen und die Rinder, die Schafe und mich ganz kirre machen. Der Ausblick über diese rollenden, goldenen Hügel fasziniert mich – er strahlt eine Ruhe und Beständigkeit aus, die mir guttut. So habe ich auch wenig Lust in der Gegend herum zu gondeln, sondern fahre nur ein oder zwei Mal in die Stadt, um Besorgungen zu machen und mich mal in ein Café zu setzen zum Leute gucken.

Die Arbeit bietet schon auch ein paar Herausforderungen für mich: das Bullenfüttern habe ich ja schon angesprochen; auch das im Gelände herumfahren mit dem Kubota ist am Anfang nicht so einfach. Dann muss in irgendwann eine neue Futtermischung malen, wobei der Treibriemen in der Maschine von seinem Rad rutscht. Vorausschauend hatte der Farmen mir allerdings gezeigt, wie ich das wieder hinkriegen kann, na ja und das hab ich dann auch. Nach ein paar Tagen fühle ich mich richtig stolz, wenn ich mit meinen vier Hunden auf der Ladefläche durch die Gegend fahre, rumhantiere, füttere und irgendwie alles ganz gut klappt. Da fühl ich mich fast wie eine Farmerin. 😉

Ein bisschen besorgt bin ich über diesen Grasbrand auf der Nachbarfarm, der immer wieder aufflackert. Die Vorstellung eventuell vor einem Feuer flüchten zu müssen behagt mir nicht. Die Farmerin meinte allerdings beim Abschied ganz cool, ich solle versuchen die Haushunde mitzunehmen und die anderen aus ihren Zwingern zu lassen……diese Menschen hier leben mit den Risiken von Feuer, Dürre, Flut und Erdbeben und lassen sich davon trotzdem nicht aus der Ruhe bringen. Feunde des Hauses, die ich bei anderer Gelegenheit kennenlernte haben gerade einen ziemlich heftigen Brand hinter sich. Das Haus konnte zwar vor dem Feuer gerettet werden und auch das Vieh, aber alle Weiden und Bäume sind verbrannt und das Löschwasser hat im Haus grosse Schäden angerichtet. Von dem Brandgeruch, der auch nach Wochen noch penetrant im Haus klebt gar nicht zu reden. Die Leute sind jetzt eben zu Freunden gezogen und warten nun bis Feuerwehr und Versicherung das Haus frei gibt, um alles wieder bewohnbar zu machen. Die Weiden erholen sich zwar schnell, aber bis dahin muss das Vieh (kostenpflichtig) auf fremde Weiden getrieben werden und die Bäume sind verloren und müssen gefällt werden. Der finanzielle Verlust ist enorm.

Die Menschen nehmen es irgendwie stoisch hin, als ob das eben zum Leben gehört. In meiner ganzen Zeit in Hawkes Bay und mit den Farmern und ihren Freunden habe ich kein einziges Wort des Jammerns gehört. Tatsachen werden festgestellt, dann wird nach Lösungen gesucht und diese werden stetig umgesetzt. Unaufgeregt, effektiv und ohne grosse Worte. Es wird getan, was getan werden muss – ohne grosses Gerede. Das imponiert mir mächtig, denn in einer Welt wo der Schein (das Image) oft mehr gilt als das Sein, wo Worte wichtiger genommen werden als Handlungen und wo derjenige, der am lautesten schreit das grösste Stück vom Kuchen bekommt sind solche Menschen zu bewundern. Und zu beneiden, denn zumindest meine beiden Farmer strahlen eine Zufriedenheit aus, die ich nicht oft an Menschen sehe.

Und dann kommt der Regen. Es regent tagelang am Stück und innerhalb dieser paar Tage wandelt sich das Land völlig und wird plötzlich grün. Alles sieht auf einmal ganz anders aus. Die Farmer , inzwischen wieder zurück, sind sehr froh, war doch das Frühjahr extrem trocken und eine Dürre wurde bereits befürchtet. Nun spriesst das junge Grün und die Weidetiere können sich den Bauch damit vollschlagen.

Auf besondere Einladung meiner Gastgeber bleibe ich auch nach ihrer Rückkehr noch einige Tage, denn am Wochenende findet im nahegelegenen Napier ein grosses Festival statt. Anfang der dreissiger Jahre hatte ein verheerendes Erdbeben die Hawkes Bay erschüttert und Napier fast völlig zerstört. Der Wiederaufbau fiel somit in die Art Deco Zeit und daher ist Napier heute eine von nur zwei Art Deco Städten der Welt. An diesem Wochenende steht nun alles im Zeichen der dreissiger Jahre und des Art Deco. Die Farmerin fährt mit mit in die Stadt und wir schauen uns als erstes die Oldtimer Parade an. Prächtige Karossen defilieren an den zahlreichen Besuchern vorbei, liebevoll restauriert, poliert und voller Stolz präsentiert.

Die meisten der Napierleute und alle Fahrer haben Klamotten aus den dreissiger Jahren an, was das Ganze echt eindrucksvoll macht. Ein paar Motorräder und auch Fahrräder sind ebenfalls mit von der Partie und werden begeistert gefeiert. Dass es die ganze Zeit in Strömen regnet scheint niemanden gross zu stören. Alle sind in Feierlaune und lassen sich den Spass nicht verderben.

Nach der Parade bummeln wir durch die Stadt, einige Geschäfte und Galerien haben geöffnet und bieten heute speziell zum Thema Art Deco Kunst, Dekoration und Kleider an. Strassenkünstler unterhalten die Besucher und Cafés laden zum Verweilen ein. Es gefällt mir sehr und bei Sonnenschein ist dieses Fest ganz sicher der Knaller!

 

 

Am übernächsten Tag muss ich meinen Bus nach Wellington nehmen und dann die Fähre nach Picton auf der Südinsel. (Übrigens haben meine Gastgeber das Ticket für mich gekauft! Einfach mal so….) Obwohl ich mich einerseits schon sehr auf die Südinsel freue kann ich mich hier echt schwer lösen. Diese beiden Menschen und auch die Tiere, vor allem natürlich die Hunde sind mir echt ans Herz gewachsen. Der Farmer schaut richtig betreten aus der Wäsche als er sich mit einer Umarmung von mir verabschiedet. Ich muss blinzeln und schnell ins Auto schlüpfen, denn die Abschiedstränen sind auch schon wieder da. Die fliessen dann auch noch, bevor ich in meinen Bus steige. Was sind das doch für feine, feine Menschen, die ich hier kennenlernen durfte! Sehr dankbar fahre ich hier weg und brauche auch im Bus noch eine ganze Weile, bis ich meine Aufmerksamkeit wieder nach vorne und auf mein nächstes Abenteuer richten kann.

4 Gedanken zu „Ein Ork, Offroad fahren und Bullen füttern“

  1. Liebe Nicole,
    deine Berichte werden immer noch weiter packender! „Unaufgeregt, effektiv und ohne große Worte“ leben wahrscheinlich nur Menschen, die mit sich und dem was sie tun, eins sind. Ich freue mich über deine tolle Wohlfühlerfahrung und -reflexion genauso wie auf deinen nächsten Bericht. Ich habe deinen Blog an Kinecompi Fátima weitergeleitet – auf Deutsch versteht sie ihn zwar noch nicht, aber tricky wie sie ist, fand sie eine Übersetzungsmöglichkeit und hoffe, sie gesellt sich zu deinen followern …
    Ganz liebe Grüße, Werner

  2. Liebe Nicole,
    wiedereinmal bin ich beeindruckt von deinen Berichten. Du schreibst so lebendig…. Ich kann mir alles so gut vorstellen. Danke.
    Mit dir zusammen durch die Weltgeschichte reisen macht Freude.
    Habe weiterhin Spaß und Abenteuer!
    Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht .
    Bis dahin drückt dich Angelika

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