Tag 12: Chiang Rai

Wir drei Grazien haben geschlafen wie die Murmeltiere und haben erstaunlicherweise heute nicht einmal Muskelkater! ­čÖé

Aber einen Riesenhunger und so machen wir uns auf ins Dada Kaf├ę f├╝r ein k├Ânigliches Fr├╝hst├╝ck. Unterwegs treffen wir einen Riesenstrauss langstieliger roter Rosen und ein sehr junges thail├Ąndisches P├Ąrchen. Sie kommen zielstrebig auf uns zu und der junge Mann ├╝berreicht jeder von uns eine Rose! Wir sind erstmal ganz sch├Ân perplex und so erkl├Ąren die beiden uns, worum es geht.

Er hat um ihre Hand angehalten, sie hat ja gesagt und die Eltern sind einverstanden. So sind sie jetzt also verlobt und wenn sie jetzt Fremden diese wirklich wundersch├Ânen Rosen schenken, dann verheisst das Gl├╝ck f├╝r ihre Ehe. Na, das wollen wir nat├╝rlich gerne unterst├╝tzen, nehmen freudig unsere Rosen entgegen und w├╝nschen dem strahlenden jungen Paar alles Gute f├╝r die Ehe.

IMG_3125Jetzt laufen wir also grinsend und jede mit einer Rose in der Hand durch Chiang Mai und mehr als eine Person dreht sich um und macht sich wohl so ein paar Gedanken. Im Caf├ę angekommen schlemmen wir uns durch die Fr├╝hst├╝ckskarte und nehmen dann ein Tuk Tuk zum Busbahnhof. Wir fahren n├Ąmlich heute nach Chiang Rai.

Unser Bus ist modern und klimatisiert und wir haben unsere reservierten Sitzpl├Ątze wieder ganz vorne. Die Fahrt dauert rund drei Stunden, die wir einfach mal so gem├╝tlich verplaudern. Nach unserer Ankunft schnappen wir uns ein Tuk Tuk und lassen uns zu unserer bereits gebuchten Unterkunft fahren. Diese ist leider nicht ganz so ruhig und im Gr├╝nen gelegen, wie wir erwartet hatten, aber trotzdem ganz ok. Unser Zimmer ist sch├Ân gross und hell, das Bad liegt zwar ├╝ber den Gang ist aber sauber und es gibt einen h├╝bschen Garten.

Unsere Wirtin scheint sehr t├╝chtig zu sein. Sie rattert in zwei Minuten herunter, was wir in Chiang Rai anzuschauen haben und verkauft uns gleich noch eine gef├╝hrte Fahrt f├╝r morgen. Ich bin ein bisschen skeptisch, aber die M├Ądels sind voller Entdeckerdrang, wollen gerne so viel wie m├Âglich sehen und unsere letzte Erfahrung mit einem privaten Fahrer war ja auch sehr gut. Also nehmen wir die Tour und hoffen das Beste.

Jetzt schmeissen wir uns aber erstmal unter die Dusche und spazieren dann gem├╝tlich in die Stadt. Wir kommen an der Schule vorbei, wo uns der Dorfpolizist freundlich gr├╝sst. Dann besuchen wir den relativ unspektakul├Ąren Tempel, wo uns der M├Ânch komplett ignoriert und anschliessend bummeln wir ├╝ber den Food Market, wo uns die Verk├Ąufer emotionslos zur Kenntnis nehmen.

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Es gibt hier einiges an Lebensmitteln, was wir in Chiang Mai nicht gesehen haben. Sehr auffallend ist, dass es viel Fisch und Schalentiere gibt (schliesslich sind wir in den Bergen!) und zwar eingesalzen und auch frisch. IMG_3023

 

 

Es gibt auch ziemlich viel fertig gekochtes Essen zum Mitnehmen, wovon die Einheimischen auch regen Gebrauch machen. Es ist nicht ungew├Âhnlich, dass jemand mit dem Moped bis an den Stand f├Ąhrt, kurz das Abendessen einkauft und dann weiterf├Ąhrt. Niemand f├╝hlt sich gest├Ârt oder regt sich auf.

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Wir schlendern weiter und schauen uns den Clock Tower an (Sehensw├╝rdigkeit!), kehren in einem h├╝bschen Caf├ę ein, wo es einen anscheinend weltber├╝hmten thail├Ąndischen Kaffee gibt (den wir Banausen nat├╝rlich nicht kennen) und kommen dann an einen wirklich abgedrehten Park.

 

 

Es gibt grosse Blumenrabatten, wo offensichtlich importierte Blumen angepflanzt sind: Alpenveilchen und Azaleen, Lilien, Tulpen, Petunien und Begonien…..alles beieinander. IMG_3029Dann ├╝berall grosse B├Ąume mit Lichterketten um die St├Ąmme gebunden und kleine k├╝nstliche B├╝sche und B├Ąumchen mit Bl├Ąttern und Bl├╝ten aus durchsichtigem Plastik mit kleinen LEDs.

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Sie sehen aus wie die leuchtenden Kristallb├╝sche aus dem M├Ąrchen „Die zertanzten Schuhe“…..na ja, fast so.

 

IMG_3036Dazwischen stehen grosse als Engel verkleidete Schaufesterpuppen mit Kleidern aus Plastikblumen und grossen Plastikfl├╝geln, nach Farben geordnet. Der Mobilfunkmast, der mittendrin steht ist bis oben hin mit Blumen dekoriert, es gibt einen Liebesgang in Herzform und riesengrosse Plastikmusikinstrumente in der N├Ąhe der grossen B├╝hne (keine Auff├╝hrung).

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Das Ganze ist so schr├Ąg und kitschig und…..asiatisch, dass wir es fast schon wieder gut finden. Fassungslos und kopfsch├╝ttelnd spazieren wir durch diesen Park und ziehen uns die schwere, duftende, von hunderten Spr├╝hgiesern angefeuchtete Luft rein. Abgefahren!!

Leicht high verlassen wir den Park und gehen weiter zum Nachtmarkt. Der ist erfreulich un-├╝berlaufen, wie es ├╝berhaupt hier nicht viele Touristen gibt. Wir bummeln ein bisschen, aber es gibt kaum etwas wirklich Besonderes, viel hilltribe Souvenirs, Klamotten und so weiter. Wir entdecken einen sch├Ânen Teeladen, den Constanze sich vormerkt. Von unserer Wirtin wurde uns ein Restaurant empfohlen, wo es eine Show zum Essen gibt – mit Ladyboys – na, das wollen wir nat├╝rlich sehen.

Das Lokal entpuppt sich als riesengrosses Freiluftrestaurant, speziell f├╝r Touristen – das Essen ist aber trotzdem ganz ok – und auf der B├╝hne gibt es gerade traditionelle T├Ąnze. Die jungen M├Ądchen sind sehr grazi├Âs und es ist sch├Ân, die verschiedenen exotischen Kost├╝me zu sehen. Als n├Ąchstes kommt eine Musikgruppe, zwei Gitarristen und eine S├Ąngerin, die versuchen amerikanischen Folk und englische Oldies zu singen. Das ist so etwas von unterirdisch schlecht, dass wir schnellstm├Âglich die Flucht ergreifen und direkt zur├╝ck ins Hotel gehen. Keine Ladyboys f├╝r die M├Ądels! Ohhh…..

Zur├╝ck in unserem Zimmer begr├╝ssen uns unsere Hochzeitsrosen mit zartem Duft. Sch├Ân.

Hier weiter lesen: Tag 13 …..

 

 

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