Keine Power – keine Lust?

Kennst du auch dieses Gefühl? Du liegst im Bett, wachst langsam auf und schon legt sich bleierne Schwere auf dich….die Augen wollen nicht aufgehen und dein Körper will sich nicht bewegen. Du fühlst dich wie Hundert und das obwohl du am Vorabend weder gefeiert noch sonst irgendwas Anstrengendes gemacht hast.

Nach einer Ewigkeit schleppst du dich mit purer Willenskraft ins Bad, machst dir ein Früstück. Der Kaffee schmeckt wie Putzwasser und das Marmeladenbrot wie Pappe.

Foto Müdigkeit 1

Was ist nur los? Wo ist der fröhliche, energiegeladene Mensch von gestern abgeblieben? Wie finde ich ihn schnellstens wieder?? Was kann ich tun, damit es mir ganz schnell wieder gut geht??

Ich verrate dir jetzt ein grosses Geheimnis!

Wer immer fröhlich ist, der braucht die Traurigkeit.

Wer immer aktiv ist, der braucht die Ruhe.

Wer immer voller Energie und Tatendrang ist, der braucht Rückzug und Besinnung.

Wer immer im Aussen agiert, der braucht Ausgleich im Inneren.

Und auch wenn in unserer modernen Gesellschaft Dinge wie zur Ruhe kommen, in der Stille sein, mit sich selbst sein, usw. nicht gut angesehen (da vordergründig nicht produktiv) sind, so sind sie doch unabänderlich mit unserem Leben verknüpft. Denn wir leben in einer Welt der Polarität: ohne Ruhe gibt es keine Aktivität, ohne Trauer gibt es keine Freude und ohne das Innen gäbe es das Aussen gar nicht.

Beide Pole zusammen und ausgeglichen gelebt ergeben ein harmonisches Ganzes. Kann ich mir Kraft schöpfen in der Ruhe erlauben und gönnen, dann kann ich anschliessend „Bäume ausreissen“.

Wenn ich aber ohne Unterlass am Machen und Ackern und Tun bin, dann hab ich irgendwann meine Energie aufgebraucht und werde über kurz oder lang ausgebremst (Bandscheibe, Burn-out, Herzinfarkt, Depression…….)

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Unser Inneres ruft uns immer wieder zu: nimm dir Zeit! Sei still und bei dir selbst! Ruh dich aus!

Unsere Seele liebt Harmonie und Gleichgewicht und „belohnt“ uns dafür mit innerem Frieden und Zu-frieden-heit.

Wenn du dich also das nächste Mal wie Hundert fühlst, dann nimm einmal wertfrei wahr, was deine Seele über deinen Körper ausdrücken möchte. Lass es einmal zu, dass du schwer bist und faul und nichts tun möchtest. Verurteile dich nicht dafür. Erkenne, dass du dich wieder ins Gleichgewicht bringst.

Indem du „nichts“ tust, tust du doch so viel für deine physische Gesundheit und für dein inneres Glück! Also frei nach Ronan Keating:

You do it best, when you do nothing at all!

Geniesse den Tag! Und tu doch heute mal einfach nichts….. 😉

Deine Nicole

 

 

 

6 Gedanken zu „Keine Power – keine Lust?“

  1. Hi Nicole
    Du sprichst mir aus der Seele . Auch ich kannte nur „Arbeit , Arbeit “ und war gefangen in einem Hamsterrad . Mein Körper machte Sonntags regelmäßig schlapp . Ich wandelte wie in Trance den ganzen Tag umher und wurde nicht richtig wach . Irgend wann schlug mein Rücken und das Herz Alarm . Es musste sich was ändern und so hatte ich Glück einen lieben Menschen kennen zu lernen der mir den Weg aus dem Hamsterrad zeigte . Nach schwierigen Anfängen geht es mir heute gut und genieße wieder das Leben .
    Alles ist juut
    Danke dir
    Heinz-Walter

  2. Liebe Nicole,
    ja, alles was du schreibst, kann ich unterstreichen. An den Punkt muss man erst einmalkommen, um so zu denken. Viele tragen Glaubenssätze „Ohne Fleiß kein Preis“ oder „Wenn du was erreichen möchtest, dannn musst du dich schon anstrengen oder hart dafür arbeiten“. Wenn wir uns einmal auf die faule Haut legen, beschleicht uns gleich ein schlechtes Gewissen, ob wir das denn dürfen? Sicher dürfen wir auch einmal „faul“ sein! Es ist unsere Pflicht. Hast du schon einmal vom berühmten „Tun im Nichtstun“ gehört? Genau das brauchen wir, denn im „Nichtstun“ erschaffen wir unsere Visionen zur Verwirklichung unserer Herzenangelehgenheiten. Jeder hat das recht, sich einmal auszuruhen, in der Stille hören wir uns selbst. In der Stille wachesen Ideen für neue Konzepte.
    Nun, liebe Faulenzer und Faulenzerinnen, seid für heute ganz lieb gegrüßt, denn auch ich gehöre heute zu den Faulenzern und was soll ich sagen? Es fühlt sich saumäßig gut an!
    herzlichst….Brigitte

  3. Guten Morgen Nicole!
    Dein Morgenszenario ist köstlich beschrieben.
    Danke für deine weiteren Ausführungen, die mir Hermes Trismegistos wieder ins Gedächtnis rufen.
    Ich denke, dass ich dieses „Oben wie Unten; Geben und Nehmen; Tun und Lassen“ ganz instinktiv richtig einsetze und mir dadurch bis heute einen energetischen, wie auch somatischen „Denkzettel“ erspart habe.
    Auch dir einen genußvollen Tag, ob mit Tun oder mit Ruhn!
    Christine

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